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KOMPONIST

 

DIE LIEDER VON ROBERT HOLL — Ausschnitte aus dem Text von Karl Heinz Füssl


Es geschieht häufig, daß Instrumentalvirtuosen Musik für ihr Instrument komponieren. Daß Sänger Gleiches tun und für ihre Stimme Lieder „erfinden", ist weitaus seltener - nach Beispielen muß man lang suchen! Es spürt der Sänger am ehesten, was seiner Stimme frommt, wonach sie verlangt, um materiell wie auch geistig zur vollen
Entfaltung zu gelangen. Mich als Komponisten hat es zu erfahren interessiert, wie
denn ein Lied beschaffen ist, das ein Sänger sich auf den Leib schreibt.
 
 
Robert Holl ist nicht nur Sänger, sondern auch Komponist par cœur, aus Leidenschaft im wahren
Wortsinn (im Sinne Schönbergs: „einer, der komponieren muß"). Holl ist auch darin ein Eigener:
wie er die sorgsam ausgewählten Texte (Trakl, Lenau, Storm, Eichendorff u.a.) zu „Zyklen" bindet
und selbst noch das begleitende Instrument mit solistischen Intermezzi einbezieht, sodaß das
Klavier redet, sobald die Stimme schweigt. Ebenso wie Holl eigene Liedzyklen gestaltet, verfährt
er auch bei der Lied-Auswahl „seiner" Komponisten. Die Auswahl beruht da nicht wie bei den
meisten Sängern auf dem Prinzip der Steigerung. Anfang und Ende spannen einen großen Bogen.
 
 
Robert Holl denkt und singt also nicht einzelne Lieder, er denkt und singt in weitgeschwungenen
Bögen. Dies erfordert intensives Gestaltungsvermögen, das keinen Augenblick lang den Hörer
entläßt. Der Hörer läßt sich das gern gefallen: Er spürt, daß da des Sängers Seele sich ausspricht.
 
Möchten Sie mehr über Robert Holls Kompositionen erfahren? Unter "Poesie und Musik" lesen Sie,
wie er selbst seine Musik beschreibt. Der Menüpunkt "Werke" verbirgt nicht nur ein
Werkverzeichnis, sondern bietet auch Einblicke in die Hintergründe ausgewählten Werken.